Einhaltung der Remote-ID-Vorschriften für den Drohnenbetrieb in der Europäischen Union

Die Einhaltung der Remote-ID-Vorschriften ist für den Drohnenbetrieb in der EU unerlässlich

By DJI Enterprise DJI Enterprise
März 11, 2024

Wenn Sie schon länger eine Drohne fliegen oder unsere Branche verfolgen, ist Ihnen die „Remote-ID“ wahrscheinlich ein Begriff. Als Teil der neuesten Drohnenverordnungen der Europäischen Union wurde die Remote-ID-Anforderung in der gesamten EU, in Liechtenstein, Island, Norwegen und der Schweiz in Kraft gesetzt.

Hier die wichtigsten Informationen, die Sie kennen müssen: Alle Drohnen, die in der spezifischen Kategorie und/oder mit Klassenzeichen in der offenen Kategorie betrieben werden, müssen nun mit einer direkten Remote-ID ausgestattet sein. Dieses Kriterium gilt für die große Mehrheit der Einsätze. In diesem Blog fassen wir das Thema Remote-ID zusammen, skizzieren den Ansatz der Europäischen Union und teilen Ihnen alles mit, was Sie für die Einhaltung der Vorschriften für den europäischen Betrieb benötigen.

 

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Die Remote-ID-Regeln der Europäischen Agentur für Flugsicherheit

Wir beginnen mit den neuen Remote-ID-Regeln der Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA).

Alle Drohnen, die in der spezifischen Kategorie oder mit Klassenzeichen in der offenen Kategorie betrieben werden, müssen nun mit einer direkten Remote-ID ausgestattet sein. Für Drohnen, die nicht über Remote-ID-Funktionen verfügen, müssen Module von Drittanbietern, die von der EASA akzeptiert und getestet wurden, an Ihrem Fluggerät angebracht werden.

Im Folgenden gehen wir näher auf Remote-ID ein und erläutern die Schritte, die Sie unternehmen müssen, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen.

Was ist Remote ID?

Am besten können Sie sich die Remote-ID als digitales Nummernschild für Ihre Drohne vorstellen. Die EASA verlangt die Möglichkeit der Fernidentifizierung von Fluggeräten, um die Sicherheit und Verantwortlichkeit des Drohnenbetriebs zu gewährleisten. Angesichts der zunehmenden Zahl von Drohnen am Himmel ist es wichtig, dass Strafverfolgungsbehörden über die erforderlichen Informationen verfügen, um unerlaubte Flüge in Sperrgebieten zu identifizieren und die Sicherheit des Luftraums zu gewährleisten.

Da Piloten ihre Drohne aus der Ferne steuern und oft eine große Entfernung zwischen dem Fluggerät und den zuständigen Behörden besteht, ist eine intelligente, vernetzte Lösung erforderlich. Und diese Lösung ist Remote-ID.

Wie funktioniert Remote-ID und welche Daten werden übertragen?

Regulierungsbehörden haben weltweit verschiedene Modelle zur Fernidentifizierung von Drohnen untersucht und sich für Broadcast Remote ID (auch bekannt als direkte Remote-ID) entschieden. Bei dieser Methode senden Drohnen Signale aus, die von Empfängern in der Nähe aufgefangen werden können. Diese Übertragung ist eine Einwegübertragung, zielt nicht auf einen bestimmten Empfänger ab und ist daher für alle Personen zugänglich, die sich in der Nähe von entsprechenden Geräten befinden.

Welche Daten werden als Broadcast gesendet? Die EASA verlangt nun, dass Ihre Drohne die folgenden Informationen überträgt:

  • Registrierungsnummer des Drohnenbetreibers: Dies ist eine eindeutige Kennung für den Drohnenbetreiber, die bei der Registrierung bei der zuständigen nationalen Behörde vergeben wird.
  • Drohnen-Identifikationsnummer: Eine eindeutige Kennung für die Drohne selbst, in der Regel eine Seriennummer, die der Norm ANSI/CTA-2063-A entspricht.
  • Geografische Position, Route und Geschwindigkeit der Drohne: Breitengrad, Längengrad, Routenkurs, Fluggeschwindigkeit und Höhe des aktuellen Drohnenstandorts.
  • Geografische Position des Piloten: Breitengrad, Längengrad und Höhe des Piloten oder, falls nicht verfügbar, der Startpunkt.
  • Zeitstempel: Informationen über den Zeitpunkt, zu dem die Daten aufgezeichnet oder gesendet wurden.
  • Notfallstatus der Drohne: Angabe des Notfallstatus der Drohne.

Remote-ID In Europa

Alle Drohnen in der spezifischen Kategorie sowie alle Drohnen, die mit Klassenzeichen in der offenen Kategorie betrieben werden, müssen nun mit einer direkten Remote-ID ausgestattet sein.

Registrierung und Kategorisierung

Um die Rechenschaftspflicht zu gewährleisten und den Drohnenbetrieb besser in den gemeinsamen Luftraum zu integrieren, müssen die meisten Drohnenbetreiber in Europa ein Registrierungsverfahren durchlaufen. Obwohl die Vorschriften der EASA für alle Mitgliedstaaten gelten, müssen sich die Piloten bei der nationalen Luftfahrtbehörde ihres Landes registrieren.

Ob Sie sich registrieren lassen müssen, hängt vom Gewicht Ihrer Drohne und ihren Fähigkeiten ab. Die einzigen Umstände, unter denen Sie sich nicht registrieren lassen müssen, lauten:

  • Wenn Ihre Drohne weniger als 250 Gramm wiegt und keine Kamera oder einen Sensor aufweist, der persönliche Daten erfassen kann
  • Wenn Ihre Drohne weniger als 250 Gramm wiegt und als Spielzeug eingestuft wurde.

 

Piloten erhalten eine Registrierungsnummer, die europaweit gültig ist. Diese Nummer muss am Fluggerät angebracht und in das Remote-ID-System der Drohne eingegeben werden. 

Ein weiterer Faktor, der sich auf Ihre Pflichten zur Fernidentifizierung in Europa auswirkt, ist die Klassifizierung Ihrer Drohne bzw. ihres Betriebs. Gemäß den EASA-Vorschriften werden Drohnen und Drohnenbetrieb je nach Gewicht, Fähigkeit und Verwendungszweck in verschiedene Klassen und Kategorien eingeteilt.

Es gibt einige wenige Ausnahmen von der Remote-ID-Pflicht:

  • Drohnen der Klasse 0: Das sind Drohnen mit einem maximalen Startgewicht von weniger als 250 Gramm, einschließlich Nutzlast.
  • C3-Drohnen, die angebunden sind: Diese Drohnen müssen bestimmte Kriterien erfüllen, darunter eine Seillänge von weniger als 50 Metern.
  • C3 drones that are tethered: These drones must meet specific criteria, including having a tether length of less than 50 meters.
  • C4-Drohnen ohne automatische Steuerungsmodi: Diese Drohnen dürfen außer einer Flugstabilisierung keine weiteren automatischen Steuerungsmodi besitzen. Diese Ausnahme ist für Modellflug-Enthusiasten gedacht.

 

Wenn Sie mehr über die C2-Zertifizierung erfahren möchten, lesen Sie unseren Enterprise Insights Blog

Einhaltung der Remote-ID-Vorschriften

Piloten, die ihre Drohnen in der Europäischen Union betreiben, müssen die folgenden Schritte unternehmen, um die Einhaltung der Remote-ID-Anforderung der EASA sicherzustellen:

1. Registrierung: Registrieren Sie sich bei der nationalen Luftfahrtbehörde in Ihrem Land. Dazu müssen Sie Ihre Daten angeben und erhalten eine eindeutige Betreiber-ID.

2. Kennzeichnung Ihrer Drohne: Kennzeichnen Sie Ihre Drohne deutlich mit Ihrer Betreiber-ID. Diese Kennzeichnung muss auf der Drohne sichtbar sein.

3. Vergewissern Sie sich, dass Ihre Drohne mit der erforderlichen Remote-ID-Technologie ausgestattet ist. Hierzu haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Kauf einer neuen Drohne mit eingebauter Remote-ID-Funktion
  • Nachrüsten Ihrer vorhandenen Drohne mit einem Remote-ID-Modul, wenn sie nicht über integrierte Funktionen verfügt
  • Installation von Firmware-Updates: Bei Drohnen, die Remote-ID-fähig sind, aber hierfür ein Firmware-Update benötigen, sollten Sie diese Updates installieren, um die Funktion zu aktivieren.

4. Laden Sie Ihre Betreiberregistrierungsnummer (Operator Registration Number, ORN) in das Remote-ID-System der EASA hoch. Verwenden Sie Ihre DJI-App – entweder DJI Fly oder DJI Pilot 2 –, um die von Ihrer nationalen Luftfahrtbehörde vergebene ORN hochzuladen.

So laden Sie Ihre ORN in das Remote-ID-System hoch

1. Klicken Sie auf dem Startbildschirm Ihrer DJI-App (hier am Beispiel von DJI Pilot 2) auf die Geozonenkarte in der oberen linken Ecke.

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2. Nachdem Sie die Geozonenkarte aufgerufen haben, klicken Sie auf die RID-Schaltfläche am unteren Rand des Bildschirms. 

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3. Navigieren Sie zur RID-Detailseite, und klicken Sie auf die ORN, um Ihre hinzuzufügen.

 

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 4. Geben Sie Ihre ORN ein, und klicken Sie auf OK, um sie automatisch mit Ihrem Fluggerät zu synchronisieren.

 

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Sobald dieser Vorgang abgeschlossen ist, wird das RID-Symbol auf der Startseite der App schwarz. Sie können Ihre ORN auf die gleiche Weise bearbeiten, löschen oder ersetzen.

 

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Welche DJI-Enterprise-Drohnen verfügen über integrierte Remote-ID-Funktionen?

  • M30 / M30T Dock
  • M30 / M30T
  • M350
  • M3 E/T/M

Für ältere DJI-Modelle, die nicht in der obigen Liste aufgeführt sind, müssen Betreiber Module von Drittanbietern erwerben, um Remote-ID zu aktivieren. Die unten stehende Liste der EU-Konformitätserklärung zeigt, welche Hersteller von Remote-ID-Modulen bisher zertifiziert wurden. Weitere Informationen zu EASA-Zertifizierungen sowie eine Liste der Module von Drittanbietern, die Remote-ID gemäß der EU-Konformitätserklärung ermöglichen, finden Sie hier.

Wie kann ich feststellen, ob die Remote-ID-Funktion meiner Enterprise-Drohne ordnungsgemäß funktioniert?

1. Remote-ID-Statusanzeige in der DJI-Flugsteuerungs-App überprüfen.

Wenn die Remote-ID-Funktion in DJI Pilot 2 ordnungsgemäß funktioniert, wird das RID-Symbol in der oberen linken Ecke der DJI Pilot 2-Startseite schwarz angezeigt und DJI Pilot 2 zeigt in der Kameraansicht „Normal“ an, wie unten dargestellt.

Kartenansicht:

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Kameraansicht:

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Wenn die Remote-ID Ihres Fluggeräts nicht ordnungsgemäß funktioniert, wird das RID-Symbol in der oberen linken Ecke der DJI Pilot 2-Startseite rot angezeigt, und auf der Remote-ID-Einrichtungsseite wird ein Fehler angezeigt.

 

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2. WLAN-Liste überprüfen, um herauszufinden, ob die RID gesendet wird.

Sie können auch die verfügbaren WLAN-Netzwerke in Ihrer Nähe überprüfen, um zu erfahren, ob Ihre Remote-ID-Seriennummer übertragen wird. Verwenden Sie die DJI-Fernsteuerung, um die Motoren der Drohne zu starten, und überprüfen Sie dann die lokalen WLAN-Netzwerke.

 

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Wenn Sie eine Zeichenfolge mit dem Präfix „RID-“ gefolgt von einer 20-stelligen alphanumerischen Remote ID-Seriennummer in der Liste „Verfügbare Netzwerke“ sehen, bedeutet das, dass die Remote-ID korrekt funktioniert.

Welche DJI-Verbraucherdrohnen verfügen über eine integrierte Remote-ID? 

Remote-ID-Bestimmungen gelten auch für Verbraucherdrohnen. Die folgenden DJI-Modelle verfügen über integrierte Remote-ID-Funktionen:

  • Mini 4 Pro (With C1 certification) 
  • Air 3
  • Mavic 3 Pro / Cine
  • Mavic 3 Classic
  • Mavic 3 / Cine

Wo kann ich mehr erfahren? 

Die vollständigen Drohnenvorschriften und die Remote-ID-Vorschriften der EASA finden Sie hier

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Tags: Verordnungen, Drohnen-Ökosystem

DJI Zenmuse L2 Accuracy Analysis and use case exploration

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